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Die Polizei im Kreis Heidenheim Menschen für Menschen |

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Im Kreis Heidenheim lebt es sich sicher - die Kriminalitätsbelastung gehört zu den niedrigsten in ganz Baden-Württemberg.Die Polizeidirektion Heidenheim mit den Polizeirevieren Heidenheim und Giengen, den Polizeiposten in Schnaitheim, Steinheim, Nattheim, Gerstetten, Herbrechtingen und Sontheim, der Kriminalpolizei, dem Führungs- und Einsatzstab und der Verwaltung ist auf einer Fläche von 627 Quadratkilometern für knapp über 135.000 Menschen zuständig. Dazu kommen zwischen Crailsheim und Ulm annähernd 80 Kilometer der Bundesautobahn 7, die vom Autobahnpolizeirevier Heidenheim betreut werden. Die rund 260 Beamtinnen und Beamten sowie 40 Tarifbeschäftigten widmen sich Tag für Tag engagiert und professionell einem breiten Tätigkeitsfeld. Die Polizei ist Partner der Bürgerinnen und Bürger und Garant unserer Sicherheit.
Die Polizeireviere und das Autobahnpolizeirevier bewältigen ihre Aufgaben mit fünf Dienstgruppen, die, wie überall im Land, rund um die Uhr für die Bürger da sind, sowie dem Bezirks- und dem Postendienst, dem Unfallfluchtermittlungsdienst als auch den Verkehrsüberwachungsgruppen. Die Dienstgruppen arbeiten im Schichtdienst, und der fordert die Männer und ihre Kolleginnen ganz schön. Am ersten Tag ihrer Schicht treten sie an Wochentagen um 9.30 Uhr, am Wochenende um 13 Uhr ihren Dienst an und dürfen um 20 Uhr wieder nach Hause. Um 6 Uhr früh beginnt der zweite, besonders harte Schichttag. Um 13 Uhr ist Pause bis 20 Uhr, und dann geht es durch bis 6 Uhr am dritten Tag. Es folgen zwei freie Tage, bis es wieder heißt: Schichtbeginn! Ob Verkehrsunfall, versuchter Einbruch oder hilflose Person – zunächst einmal fahren Streifenbeamte los, um im „ersten Angriff“ jeweils die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Natürlich kommt es vor, dass die Streifenbeamten bei einem Fall nur den „ersten Angriff“ erledigen können. Für weitere Bearbeitungen werden dann andere Organisationseinheiten zugezogen.
Besonders intensiven Kontakt mit der Bevölkerung haben der Bezirksdienst sowie die Beamtinnen und Beamten der Polizeiposten. Sie sind in ihren Dienstbezirken bei Bürgern und Geschäftsleuten meist namentlich, zumindest aber „vom Sehen her“ bekannt. Was viele nicht wissen, was aber nahe liegt, weil diese Polizisten ihre „Pappenheimer“ kennen: Sie bearbeiten den weitaus überwiegenden Teil aller kriminellen Delikte. Rund 5.000 Straftaten, zahlreiche Verkehrsstraftaten sowie ungezählte Ordnungswidrigkeiten bearbeitet die Polizei im Kreis jährlich. Kriminalität ist nicht in erster Linie Mord und Totschlag. Vielmehr machen einfacher und schwerer Diebstahl, Vermögens- und Fälschungsdelikte nahezu zwei von drei Kriminalfällen aus.
Die Kriminalpolizei konzentriert sich in den vier Kriminalinspektionen insbesondere auf Fälle schwerer Kriminalität, auf Intensivtäter, organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, politisch motivierte Kriminalität, die Fahndung, der Führung von Vertrauenspersonen, der Kriminaltechnik und den Erkennungsdienst.
Verkehrsüberwachung ist nicht etwa Willkür der Polizei oder – was auch immer wieder unterstellt wird – bequeme Einnahmequelle. Sie ist angesichts des Geschehens auf den Straßen bitter nötig und soll ihren Beitrag dazu leisten, die grausige jährliche Unfallbilanz auf den Straßen zu verbessern. Unfälle verhindern, das ist die vornehmste Aufgabe der Polizei. Die Fakten: Im Kreis Heidenheim werden Jahr für Jahr durchschnittlich 2.400 Verkehrsunfälle registriert, etwa 400 davon mit Personenschaden. Viele Unfälle ließen sich vermeiden, wenn die Autofahrer im Verkehr die Vorschriften beachten und außerdem ihre Fahrzeuge technisch in Ordnung halten würden. Beweiskräftige Geschwindigkeitskontrollen mit Lichtschranken-, Lasermessgeräten oder Videokamerawagen, Überprüfung von Lastkraftwagen und Gefahrguttransporten, Alkohol- und Drogenkontrollen, sind wirkungsvolle Maßnahmen der Verkehrsüberwachung. Hier sind besonders die Beamten der Verkehrsüberwachung gefragt. Wenn es aber trotz allem gekracht hat, gilt es, nach Verletzten zu fragen und sie zu versorgen, die Unfallstelle so zu sichern, dass nicht noch mehr geschieht, Unfallspuren zu erkennen, zu markieren und zu vermessen, Zeugen und Beteiligte zu befragen, Aussagen zu notieren, Führerscheine und Fahrzeuge zu überprüfen. Wenn alles erledigt ist, richtet sich das Augenmerk der Polizisten nochmals auf die Unfallstelle: Sind demolierte Fahrzeuge abgeschleppt, ist die Fahrbahn wieder in einwandfreiem Zustand?
Viele Unfallverursacher entfernen sich unerlaubt vom Ort des Geschehens, weil sie glauben, sich so der Verantwortung entziehen zu können. Aber die Aufklärungsquote ist erstaunlich hoch, denn die Unfallfluchtermittlungsgruppe geht mit modernster Technik und wissenschaftlichen Methoden vor.
Polizei und Verkehr, das sind natürlich nicht nur Strafzettel, Rotlichtkamera und Lasermessgerät. Denn auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Der Verkehrserziehungsdienst der Polizei unterrichtet vor allem Kinder, junge und lebensältere Erwachsene mit pädagogischem Geschick und macht sie mit dem Straßenverkehr, seinen Regeln und Gefahren vertraut.
Sachverhalte auf den Gebieten des Abfallrechts, der Boden- und Gewässerverunreinigung, des Natur- und Landschaftsschutzes, des Artenschutzes, des Waldrechts, des Chemikalien- und Gefahrstoffrechts, des Lärmschutzes, der Luftverunreinigung, des Jagd- und Fischereirechts, der Gewerbe- und Handwerksordnung, der Schwarzarbeit, des Arzneimittelrechts, des Blindenwarenvertriebsrechts, dem Heilpraktikergesetz, dem Heimgesetz und den Gesetzen gegen den unlauteren Wettbewerb bearbeitet der beim Polizeirevier Heidenheim angesiedelte Arbeitsbereich Umweltschutz und Gewerbe.
Die Polizei braucht viele Spezialisten, um all ihre Aufgaben erfüllen zu können – auch vierbeinige und setzt, nicht nur bei Großveranstaltungen, auf einen treuen, vierbeinigen Dienstpartner – den Hund. Vier Polizeihundeführer bestreifen und überwachen mit gutem Erfolg beispielsweise Brennpunkte der Kriminalität. Polizeihunde können gezielt Beweismittel aufspüren, die Fährten von Tätern verfolgen, versteckte Personen auffinden oder flüchtende Täter verfolgen und festhalten sowie Angriffe auf ihre Polizei-„Herrchen“ abwehren. Polizeihundeführer und Polizeihund sind ein festes Team. Dabei hat der bellende Kollege ebenso Anspruch auf die 41-Stunden-Woche und Urlaub wie sein Herrchen. Mit ihm geht oder fährt er Streife, bei ihm wohnt er, in seiner Familie verbringt er nach der „Pensionierung“ meist auch seinen Lebensabend. Dem Polizeihund wird natürlich auch beigebracht, dass Menschen, die stehen bleiben und nicht weglaufen, nur verbellt, aber nicht gebissen werden dürfen. Den ausgeprägten Spieltrieb der Hunde nutzt die Polizei. Die Hunde in Heidenheim sind zum Auffinden von Rauschgift oder Sprengstoff speziell ausgebildet.